T-CENTER ST. MARX Wien

Bauherr: mmL Liegenschaftsbesitz GesmbH, Wien
Standort: Rennweg 97-99, A-1030 Wien
Planungsbeginn: 01/2000
Baubeginn: 02/2002
Fertigstellung:
Bauabschnitt 1: 12/2003
Bauabschnitt 2: 05/2004
Bauabschnitt 3 (= Gesamtfertigstellung): 07/2004
Grundstücksfläche: 27.000 m²
Nutzfläche: 119.000 m²
Umbauter Raum: 550.000 m³
Gesamtkosten: 220 Mio Euro

Ausgehend von den funktionalen Parametern einer großen Bürostruktur mit allen erforderlichen Zusatzeinrichtungen wie Geschäften, Parken, Logistik galt es bei der Entwicklung eines Gesamtkonzeptes vor allem auf städtebauliche Parameter Rücksicht zu nehmen. Die Errichtung einer modernen dynamischen Gesamtstruktur in Abstimmung mit allen begleitenden Faktoren war dabei wesentlich. Die visuelle aber auch physische Durchlässigkeit im Sockelbereich und die funktional ästhetische Ordnung einer großen zusammenhängenden Bürostruktur mit Erweiterungsmöglichkeiten galt als Ausgangspunkt für die Entwicklung einer „liegenden Skulptur“, die in ihrer Gliederung und Baumassenabstimmung als markantes Zeichen für weitere Entwicklungen im gesamten Areal wirken soll.
Form, Höhenentwicklung und Baukörperanordnung ergaben sich aus Nutzungserfordernissen und Strukturüberlegungen, immer mit Rücksicht auf die mögliche Einbindung in ein städtebauliches Gesamtkonzept. Die langgestreckte, flache Form soll in Ihrer Gliederung als Gegensatz zu turmartigen Bebauungen verstanden werden.
Infrastrukturelle Überlegungen ergänzen die Struktur in ihrer räumlichen Komplexität. Ein öffentliches Durchdringen wird im Sinne einer Belebung erwünscht, und durch Radwegverbindungen und Fußwege definiert. Durch den offenen Übergang vom Rennweg zum Schlachthofareal soll es keine Trennung zwischen Vorne und Hinten geben, sondern ein Verbindungselement geschaffen werden, das in seiner Dynamik Anlass zu weiteren Entwicklungen gibt. Aus diesen Überlegungen entstehen Flügel (markanter Kernbereich mit zentralem Hochpunkt und interner Verteilerebene), Finger (strukturierte, modulare Erweiterungsmöglichkeiten für verschiedene Büronutzer oder aber auch Hotel), öffentliche Zone (Geschäfts- und Dienstleistungseinheiten am Übergang zwischen Rennweg und Schlachthofareal als durchwanderbare Zone), Sockelbereich (Sekundärnutzungen wie Parken, Haustechnik, Lager und Logistik).

Fotonachweis: Paul Ott, Graz