CENTRE FOR PROMOTION OF SCIENCE, CFPOS, BELGRAD, Serbia


Bauherr: PIU Research and Development Ltd., Republic of Serbis
Auftragnehmer: Tschapeller ZT GmbH, Wien
Leistungsanteil Architektur Consult ZT: Projektpartner ab Vorentwurf
Standort: Block 29, Neu Belgrad, Serbien
Baubeginn: -
Fertigstellung: -
Bruttogeschossfläche: 33.478 m²

Wettbewerb: Das serbische Ministerium für Wissenschaft und Technologie lobte 2010 einen internationalen Wettbewerb für die städtebauliche Entwicklung von Block 39 in Neu Belgrad und den Bau eines darauf befindlichen Wissenschaftszentrums mit dem Namen „Centre for Promotion of Science“ (CFPOS) aus. Eine internationale Jury beschloss einstimmig den Beitrag des österreichischen Architekten Wolfgang Tschapeller als Siegerprojekt zu küren. Das CFPOS soll als Wissensbank der Wissenschaften dienen und in Form von innovativen und lehrreichen Ausstellungen die Wissenschaften einer breiten Öffentlichkeit näher bringen.

Städtebau: Das Grundstück Block 39, befindet sich in Neu Belgrad, das im Sinne des Modernismus unter den Aspekten „Soleil“ (Sonne), „Verdure“ (Grünraum), „Espace“ (Raum) und der funktionalen Trennung geplant wurde. In diesem Kontext ist das Gebäude als erhöhte Stadt vom Boden abgehoben. Es steht auf vier „Tripods“ (dreiecksförmige Säulenkonstruktion) und ist nur durch die Erschließungszonen mit dem Boden verbunden. Damit bietet das darunterliegende, öffentliche Gelände auch weiterhin einen offenen Grünraum, der den Durchblicke und das Durchwegen des Grundstücks ermöglicht. Die funktionale Trennung des Modernismus wird so durch die Komplexität der Gleichzeitigkeit aufgehoben.

Gebäudestruktur- und funktionen: Der in 16m Höhe schwende Gebäudeteil vom CFPOS wird von der nahegelegenen zum Zentrum führenden Autobahn als Landmark wahrgenommen. Weiteres bildet der abgehobene Bauteil ein Dach und Portikus über dem Freiraum des Gebäudes. Durch die Architektursprache wird die Gebäudestruktur betont, die sich in der technologischen Vision der Konstruktion widerspiegelt. Das CFPOS ist in drei Gebäudeteile gegliedert, einem unterirdischen zweigeschossigen Bauteil mit Garagen, Emp-fangsbereich, Labors und einer Arts & Science Gallery, einer mittleren Erschließungszone bestehend aus offenliegenden Treppen, Rampen und Aufzügen die zwischen dem Terrain und dem aufgeständerten Bauteil verbinden, in dem sich über die gesamte Grundfläche die etwa 8 m hohe Ausstellungshalle erstreckt und darauf aufgesetzt als Baukörper ablesbar das Planetarium als Halbkugel, der Konferenzsaal als abgeschrägter Bauteil und die Obergeschoße mit dem Restaurant und der Administration befinden. Signifikantes Merkmal des schwebenden Bauteils ist die Untersicht die durch seine spiegelnden Eigenschaften das Geschehen am Boden reflektiert.