RESOWI ZENTRUM Graz

NEUBAU DER KARL FRANZENS UNIVERSITÄT
Bauherr: Bundesimmobiliengesellschaft m.b.H., Wien
Standort: Universitätsstraße 15, A-8010 Graz
Planungsbeginn: 1986
Baubeginn: 02/1994
Fertigstellung: 09/1996
Grundstücksfläche: 21.100 m²
Nutzfläche: 38.946 m²
Umbauter Raum: 192.180 m³
Gesamtkosten: 80.739.518 Euro

Das RESOWI-Zentrum besteht aus Fakultätseinrichtungen für über 14.000 Studenten mit 32 Instituten, einer Fakultätsbibliothek, 11 Hörsälen und einem EDV-Zentrum. Das Grundstück ist 350 m lang und 50 m breit, ist dreiseitig von Straßen eingebettet, südseitig schließt es an das Universitätsgelände an. Das Gebäude ist allseitig vernetzt und ist zentral von Bewegungsadern durchzogen. Sie nehmen die Hauptverbindungen des Universitätsgeländes und der umliegenden Straßenzüge auf. Das gesamte organisatorische Programm wurde in einem langgestreckten Körper aufgenommen. Dieser Körper ist in einzelne architektonische Elemente gegliedert: Die Universitätsbibliothek wurde gegen Osten in Richtung Neubau Resowi erweitert. Der Zubau ist unterirdisch mit der Fakultätsbibliothek verbunden. In den beiden Untergeschossen liegen die Büchermagazine, in den beiden ersten Geschossen die Leseräume und im 2. und 3. Obergeschoß die Bibliotheksverwaltung. Die Wahl des konstruktiven Grundgerüsts erfolgte in Hinblick auf ökonomische Herstellungskosten und auf kurze Bauzeit. Herkömmlicher Stahlbetonbau in den unteren Geschoßen und Stahl-Stahlbetonverbundbau in den zwei Obergeschoßen sind die gewählten Bauweisen. Die Vertikalkerne sind in Ortbetonbauweise realisiert. Jeder der 7 Bauteile bildet für sich eine eigene statisch-konstruktive Einheit. Die konstruktiven Teile der UB-Erweiterung bestehen zur Gänze aus Stahlbeton, in herkömmlicher Ortbeton-bauweise hergestellt. Generell kamen hinterlüftete Aluminiumfassaden zur Ausführung.

Insgesamt sind 242 Parkplätze vorhanden, 32 davon überdacht im Untergeschoßbereich des Resowi-Gebäudes sowie eine größere Anzahl von Fahrradabstellplätzen. Die verbleibenden Außenflächen wurden nach Plänen des Gartenarchitekten gestaltet, weiters wurde beim südseitigen Eingangsbereich ein Teich angelegt der gleichzeitig als Regenwasserretensionsbecken dient, Geh- und Verkehrswege wurden asphaltiert, Teilflächen gepflastert.

Fotonachweis: Helmut Tezak, Graz