EXPO PAVILLION 2012 YEOSU Korea


Bauherr: Organisationkomitee EXPO 2012 Yeosu, Korea
Auftragnehmer: Soma Architects, Wien/Salzburg
Leistungsanteil Architektur Consult ZT: Mitarbeit an Koordination Ausführungs- und Detailplanung
Standort: Yeosu, Korea
Baubeginn: 08/2010
Fertigstellung: 02/2012
Bruttogeschossfläche: 7.000 m²
Grundstücksfläche: 5.500 m²

Das Organisationskomitee EXPO 2012 Yeosu errichtet bis zum Februar 2012 in Yeosu/Südkorea einen Thematischen Pavillion, nach den Plänen des Wiener Architekturbüros SOMA, die den international ausgeschriebenen Wettbewerb für sich entscheiden konnten. Die ARCHITEKTUR CONSULT ZT GMBH wurde direkt beauftragt, um unterstützend bei der Koordination der Ausführungs- und Detailplanung mitzuarbeiten.

Der Thematische Pavillon wird einer der wichtigsten festen Einrichtungen auf der Yeosu EXPO sein, die 2012 in Südkorea stattfindet. Die darin untergebrachten Ausstellungen werden für die Besucher als Einführung wirken und ihnen zugleich einen Überblick zum Thema der Expo, "The Living Ocean and Coast" ("Lebendiger Ozean, lebendige Küste") bieten. Ziel dieses Entwurfs ist die Schaffung eines ikonenhaften Wahrzeichens, das sich in seinen urbanen Zusammenhang sowie in die umgebende Natur einfügt. Wir erleben den Ozean meist auf zweierlei Weise, einmal als endlose Fläche sowie - aus der Unterwasserperspektive - wiederum als Tiefe. Daraus entstand die Inspiration für das Hauptkonzept des Thematischen Pavillons, nämlich durchgehend verlaufende Flächen, deren Ausrichtung sich von der Vertikalen hin in die Horizontale windet und damit zwei verschiedene Ausstellungsräume mit konträren räumlichen Eigenschaften erzeugt. Auch das äußere Erscheinungsbild des Pavillons wird von den kontinuierlichen Übergängen zwischen diesen beiden gegensätzlichen Erlebnissen geprägt. Zum Meer hin bildet die Konglomeration zylindrischer Körper einen neuen gewundenen Küstenstrich, einen weichen Saum, der Schauplatz des ständigen Wechselspiels zwischen Wasser und Land ist. Auf der entgegen gesetzten Seite entfaltet sich der Pavillon aus dem Boden heraus in eine künstliche Dachlandschaft mit Gärten und Panoramawegen. Die topographischen Linien des Dachs gehen in die Lamellen einer kinetischen Medienfassade über, die zum Eingang der Expo sowie zur "Digital Gallery" hin gewandt ist.